Reederei-Chef weist Kritik zurück „Kein Verstoß gegen Pandemie-Bestimmungen“

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Norderney – Der Chef der AG Reederei Norden-Frisia, Carl-Ulfert Stegmann, hat die gegen sein Unternehmen gerichteten Vorwürfe wegen zu laxer Handhabung der Pandemie-Bestimmungen mit Nachdruck zurückgewiesen. Im Interview mit der Norderneyer Zeitung sagte Stegmann, er habe keinerlei Verständnis für die Behauptung, die Frisia habe die Regeln nicht eingehalten. An Bord gelte die Maskenpflicht, die Abstandsregel von 1,50 Meter hingegen nicht. Das habe die Landesregierung in Hannover für Schiffe, Flugzeuge und Bahnbetriebe eindeutig so festgelegt. „Das können viele Gäste nicht wissen. Vielleicht auch viele Insulaner nicht, aber das ist Fakt.“ Es gebe seitens der Frisia also keinen Verstoß gegen die Pandemie-Bestimmungen, so Stegmann, der gleichzeitig an alle Politiker und Entscheidungsträger auf Norderney appellierte, die Tagesgäste nicht als „kritische Klientelgruppe“ herabzuwürdigen.

Gleichzeitig wehrt sich der Reederei-Chef gegen die Kritik an der Fahrpreiserhöhung. „Wir haben mit der Anhebung von zirka sieben Prozent im Norderney-Verkehr noch Maß gehalten.“ Er verstehe, dass da eine gewisse Kritik vorhanden sei, aber man müsse die Preiserhöhung der Frisia vielleicht auch einmal in das Verhältnis zu den Reedereien setzen, die ebenfalls erhöht hätten.

In den vergangenen Wochen hatte es insbesondere aus der Lokalpolitik heraus immer wieder Kritik an der Einhaltung der Pandemie-Bestimmungen auf den Frisia-Fähren gegeben. Gleichzeitig war aus Sorge vor einer zweiten Welle auf Norderney eine heftige Diskussion um die Zulassung von Tagestouristen ausgebrochen. Norderney zählt an Spitzentagen bis zu 4500 Tagesgäste.

Quelle: Text und Bild https://www.norderneyer-zeitung.de

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